Französische Bulldogge – Erziehung

Grundvoraussetzungen für die Erziehung eines Bulldoggenwelpen sind Geduld, Ausdauer und vor allen Dingen Konsequenz. Ständige Wiederholungen und viel Lob in Form von Streicheleinheiten oder Leckerchen (in Maßen!) bringen schließlich den gewünschten Erfolg.

Schreien oder Schläge, wenn ein Kommando nicht sofort klappt, sind absolut kontraproduktiv. Der Hund verliert das Vertrauen und bekommt Angst vor seinem Herrn. Das wären keine guten Voraussetzungen für ein gutes Team. Eine optimale Beziehung zwischen Herr und Hund entwickelt sich nur dann, wenn die Erziehung liebevoll, aber bestimmt erfolgt. Es sollte jedem Hundebesitzer klar sein, dass Konsequenz und Geduld bei der Hundeerziehung zu den Grundbausteinen gehören.

Durch ihr liebevolles Wesen und ihre große Anhänglichkeit, wird die Erziehung einer Französischen Bulldogge, trotz aller Mühen, sehr viel Spaß machen.

Der Hund sollte ständig geistig und körperlich gefordert werden

Auch wenn die Französische Bulldogge erwachsen ist und alle erforderlichen Kommandos beherrscht, muss immer wieder trainiert werden, sonst schleichen sich Unarten ein, die unter Umständen nur schwer wieder rückgängig gemacht werden können. Auf den alltäglichen Gassirunden sollte der Hund daher ständig körperlich und geistig gefordert werden. So bleibt er gesund, glücklich und ist nie gelangweilt.

Hundeerziehung beginnt bereits im Welpenalter (s. auch Französische Bulldogge – Welpen). Hier wird der Grundstein für das spätere Zusammenleben mit seinen Menschen gelegt. Schon ein Welpe weiß genau, wer der Anführer im Rudel ist. Er wird jedoch immer wieder testen, ob er nicht doch den Rudelführer dominieren kann und ihn auf die ein oder andere Weise herausfordern.

Der Bully sollte nicht zu heftig geschimpft werden. Sonst verliert er das Vertrauen oder bekommt sogar Angst
Der Bully sollte nicht zu heftig geschimpft werden. Sonst verliert er das Vertrauen oder bekommt sogar Angst vor seinem Besitzer (Fotos: s. Bildhinweise)

Die ersten Wochen nach der Anschaffung eines Welpen sind für den Besitzer anstrengend. Bullywelpen sind wahre Energiebündel. Sie toben ausgelassen, spielen pausenlos und sind richtige “Kampfschmuser”. Mit viel Liebe sollte das Temperament des Kleinen gezügelt und in die richtige Bahn gelenkt werden. Der Mensch sucht das Spielzeug aus, nicht der Welpe. Ansonsten wird alles, was in der Wohnung greifbar ist, als willkommenes Spielzeug missbraucht und im Überschwang des Temperaments oftmals zerstört.

Bully lernt seinen Namen

Dass die Französische Bulldogge als Welpe ihren Namen kennen lernt und darauf reagiert, gehört zu den wichtigsten Grundlagen in der Hundeerziehung. Man spricht den Hund mit seinem Namen an und versucht, dessen Aufmerksamkeit zu erhalten. Sobald der Welpe seinen Menschen ansieht, erhält er eine positive Reaktion, eine Streicheleinheit oder ein kleines Leckerchen. Diese angenehme Erfahrung veranlasst den Welpen, zukünftig auf den Namen zu reagieren. Natürlich muss die Übung sehr oft wiederholt und auch in wechselnden Situationen, sowie an verschieden Orten geübt werden.

Französische Bulldogge – Erziehung zur Stubenreinheit

In ihren ersten Lebenswochen beim Züchter verrichten die Welpen ihre Geschäfte wo sie gerade stehen. Das kann natürlich im neuen Heim nicht mehr geduldet werden. In der Natur eines Hundes liegt es, sein Lager unbedingt sauber zu halten. Diese Neigung kann man sich daher zunutze machen. Der Welpe muss möglichst schnell begreifen, dass nun die gesamte Wohnung zu seinem Lager gehört, hier wird weder gepieselt noch irgendwo ein Häuflein hingesetzt.

Daher muss er nun jeden Tag viele Male ins Freie gebracht werden, damit er dort seine Geschäfte erledigen kann. Sofort nach dem Aufstehen ist der erste Gang fällig. Auch nach dem Fressen und Trinken ist ein kurzer Besuch der Wiese erforderlich. Es hilft, den Welpen genau zu beobachten. Schaut er seinen Menschen verträumt an und versucht, sich zu setzen, ist sicherlich gleich ein Bächlein zu erwarten. Dann heißt es, schnell den Kleinen auf den Arm nehmen und raus auf die Wiese. War der Gang erfolgreich, muss ausgiebig gelobt werden. So lernt der Welpe schnell, dass seine Erleichterung immer ein willkommenes Lob nach sich zieht. Beginnt der kleine Bully hingebungsvoll in den Ecken herum zu schnuppern und dreht sich im Kreis, ist es ebenfalls Zeit für die Wiese, damit das Häuflein nicht auf dem Parkett landet.

Videotipps zur Stubenreinheit bei Welpen:

Während der Nacht sind Toilettengänge für den kleinen Racker in der ersten Zeit ebenfalls erforderlich. Ein- bis zweimal muss der junge Bully raus, denn mit der noch nicht ausgewachsenen Blase kann er höchsten drei, vielleicht auch vier Stunden einhalten. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Gängen können langsam ausgedehnt werden, bis der Hund die ganze Nacht lang auf seinem Lager verbringt. Ein erwachsener Hund ist in der Lage auch zwölf Stunden einzuhalten.

In zwei bis drei, für den Besitzer anstrengenden Wochen, sollte die Französische Bulldogge gelernt haben, ihrem Menschen zu zeigen, dass sie ein dringendes Bedürfnis hat. Meist zeigen sie dies, indem sie sich vor ihren Menschen hinsetzen oder zur Haustür gehen.

In der ersten Zeit kann einmal ein Malheur passieren

Auch wenn der Bully stubenrein ist , kann in der ersten Zeit einmal ein Malheur passieren. Es bringt nichts, das Tier dafür zu bestrafen oder gar seine Nase in die Pfütze zu halten. Ein leichtes Schütteln am Nackenfell (so wie es die Mutter macht), gekoppelt mit einem deutlichen “Nein” reichen völlig aus, um dem Tier sein Fehlverhalten klar zu machen. Diese Rüge kann der Bully aber nur mit einem Fehlverhalten in Verbindung bringen, wenn er direkt beim Verrichten seines Geschäfts in der Wohnung erwischt wird. Nach der Zurechtweisung geht es noch einmal raus auf den üblichen “Pipi”-Platz, um dem Welpen zu zeigen, hier ist der richtige Platz für dein Geschäft.

Das Gehen an der Leine

Quirlige Welpen gehen überhaupt nicht gern an der Leine. Sie ziehen in alle Richtungen, sehen die Leine als Spielzeug und verbeißen sich. Durch ständiges Kratzen möchten sie ihr Halsband loswerden. Hier sind unbedingt Geduld und konsequente Regeln angesagt. Für die ersten Monate erweist sich ein Haltegeschirr als besonders zweckmäßig. Bei dieser Leine liegt der Zug nicht am Hals des Welpen, sondern am Rücken. Der Welpe hat genügend Kopffreiheit und kann sich beim Toben nicht würgen.

Nachdem sich der Keine daran gewöhnt hat, dass er beim Gassigehen dieses “Ding” tragen muss, kann man beginnen, durch leichten Zug und den Worten “hier” oder “Fuß”, dem Welpen zu zeigen, dass er während des Spaziergangs nah bei seinem Menschen bleiben muss. Die Leine hängt locker und der Hund geht ohne Zug entspannt neben seinem Herrn. Läuft Bully über größere Strecken gut an der Leine, sollte ein Leckerchen die positive Erfahrung für ihn noch unterstreichen. Wenn der Welpe sich an Geschirr und Leine gewöhnt hat, kann auch ein normales Halsband benutzt werden. Eine gute Leinenführigkeit ist besonders im Straßenverkehr erforderlich. Ein Hund, der an der Leine hektisch hin und her springt, kann leicht einmal von einem Auto erwischt werden.

“Sitz”, “Platz” und “Bleib” bei der Französischen Bulldogge

Profi-Tipps zur Welpenerziehung
Profi-Tipps zur Welpenerziehung (Bild: Amazon)  Zum Buch bei Amazon

Das Beibringen dieser Grundkommandos bedarf viel Geduld und ständiger Wiederholung. Hundeanfänger können mit ihrer Französischen Bulldogge einen Welpenkurs besuchen. Dort zeigen ausgebildete Hundetrainer, wie man am besten bei der Grunderziehung vorgeht. Neben Erziehung erhält der Welpe in der Hundeschule die Möglichkeit, mit anderen Hunden in Kontakt zu kommen. Nach kurzen “Schulstunden” dürfen die Welpen nach Herzenslust spielen und toben. Die gesellige und verträgliche Bulldogge wird jeden Besuch in der Hundeschule genießen. Durch die frühzeitige Sozialisierung wird Bully später ein Hund mit gefestigtem Charakter, der sich mit anderen Hunden gut verträgt.

Ein Besuch der Hundeschule ist aber nicht unbedingt erforderlich. Wer sich gut über Hundeerziehung informiert, beispielsweise in einschlägigen Büchern oder im Internet, kann seinen Bully auch allein erziehen. Mittlerweile wird im Internet auch eine Online-Hundeerziehung in Form von kleinen Videos angeboten. Sicherlich ist dies eine akzeptable Alternative, allerdings fehlen hier die wichtigen sozialen Kontakte für den Welpen. Unerlässlich sind in jedem Fall viel Geduld, Konsequenz, Ausdauer und ein positives Feedback für den Hund.

Einer der Grundbegriffe bei der Erziehung des Hundes ist das Kommando “Sitz”. Um es zu trainieren, hält man ein Leckerchen über die Nase des Tieres und führt es leicht nach hinten. Es erfolgt das Kommando “Sitz”. Natürlich will der Hund die Belohnung haben und neigt seinen Kopf immer weiter zurück. Dabei geht sein Hinterteil ebenfalls immer weiter nach unten. Dies kann mit einem leichten Druck durch die flache Hand unterstützt werden. Sobald der Hund richtig sitzt, erhält er das Leckerchen.

Beim Trainieren von “Platz” lässt man den Hund zunächst sitzen. Dann erfolgt der Befehl “Platz” und die flache Hand (mit einem Leckerli zwischen den Fingern) geht bis knapp über den Boden herunter. Der Hund wird sich ebenfalls runterbeugen, um das Leckerchen zu erhalten. Er bekommt es erst, wenn er tatsächlich richtig liegt. Ein wenig nachhelfen kann man, in dem man sanft die Pfoten etwas nach vorn zieht.

Die Erziehung zu “Platz” im Video:

Das Trainieren von “Bleib” ist schon etwas schwieriger. Wenn der Hund sitzt, erfolgt der Befehl “Bleib” als Wort und Zeichen, eventuell die hoch gehaltene flache Hand. Es kann auch ein anderes Handzeichen sein, es sollte nur immer das gleiche Zeichen gemacht werden. Dann entfernt man sich ein oder zwei Schritte, sieht den Hund aber dabei an. Bleibt er sitzen, muss unbedingt gelobt werden. Kommt er nach, muss von vorn angefangen werden, so lange, bis sich ein Erfolg einstellt. Die Entfernung kann dann Schritt für Schritt erweitert werden. Ist das Kommando beim Bully verinnerlicht, beginnt man, sich nach dem erteilten Befehl umzudrehen und sich langsam zu entfernen. Auch hier wird der Abstand zum Hund nach und nach vergrößert. Niemals nach einem ordentlich ausgeführten Kommando die Belohnung vergessen!

Alle Übungen werden nicht länger als etwa zehn Minuten trainiert, dann lässt die Aufmerksamkeit des Bullys nach. Es ist ratsam, alle Kommandos mit Worten, aber auch gleichzeitig mit Gesten zu trainieren. Wird der Hund im Alter einmal blind oder taub, kann er trotzdem mit Worten oder Handzeichen gelenkt werden.

“Aus”, “Pfui” und “Nein” bei der Französischen Bulldogge

Diese drei Worte sind in der Erziehung eines jeden Hundes sehr wichtig. Bei “Aus” soll alles, was der Bully im Maul festhält, losgelassen werden. Das kann man trainieren, indem man mit festem Griff das Spielzeug oder das Stöckchen aus dem Maul nimmt. Auch hier ist viel Geduld erforderlich, denn was sich die Französische Bulldogge einmal ergattert hat, mag sie nicht so gern wieder abgeben.

Auch bei “Pfui” muss immer wieder, am besten an der Leine, geübt werden. Sobald der Bully an etwas Undefinierbarem herumschnüffelt oder es gar fressen will, zieht man ihn mit dem Wort “Pfui” weg. Es ist wichtig, dass dieses Kommando sitzt, denn es gibt immer wieder Menschen, die Hunde nicht mögen und auf Wegen vergiftete oder mit Splittern gespickte Köder auslegen.

Das Kommando “Pfui” schützt vor ausgelegten Ködern

“Nein” gebraucht man immer dann, wenn der Bully etwas Unerwünschtes macht. Lebt die Französische Bulldogge in einer Familie, sollten alle Mitglieder zusammen bestimmen, was der Hund nicht tun soll, z. B. auf die Couch springen, am Tisch betteln usw. Wenn alle in den gleichen Situationen mit “Nein” reagieren, wird der Hund dieses Kommando schnell verinnerlichen.

Bei der Erziehung der Französischen Bulldogge muss man darauf achten, sie nicht zu überfordern. Deshalb trainiert man in kurzen Einheiten ein Kommando nach dem anderen, bis der jeweilige Befehl sitzt. Erst wenn ein Befehl gut erlernt wurde, sollte man mit dem nächsten beginnen und zwischendurch das Erlernte wiederholen. Vieles lässt sich einfach kombinieren. Wichtig ist bei der Hundeerziehung das ständige Lob. Gerade beim Bully, der gerne lernt und seinem Menschen gefallen möchte, aber auch gern gestreichelt und geknuddelt wird, ist das Lob nach einem erfolgreichen Training das Allergrößte. Mit Leckerchen sollte man, aufgrund seiner Neigung zum Übergewicht, lieber sparsam umgehen.

Wenn "Sitz" gut klappt, kann etwas Neues kommen. Man sollte den Bully nicht überfordern
Auch bei älteren Hunden sollte man Kommandos wie “Sitz” immer wieder trainieren

Das Kommando “Hier” bei der Französischen Bulldogge

Dieser Befehl gehört zu den schwierigen Aufgaben und muss immer wieder trainiert werden. Läuft der Hund auf eine Straße zu oder nähert sich anderen Hunden, die vielleicht schon aus der Ferne aggressiv reagieren, muss der Bully das Kommando “Hier” beherrschen und umgehend zu seinem Herrn zurück kehren. Zum Training nimmt man am besten eine zweite Person hinzu, die den Hund erst einmal festhält und ihn sitzen lässt. Dann entfernt man sich ein Stück, ruft den Hund beim Namen und gibt den Befehl “Hier”.

Kommt der Bully zu seinem Menschen, wird intensiv gelobt. Rennt der Hund ins Unterholz und genießt die Freiheit, sollte man ihm nicht folgen, sondern geht in die andere Richtung. Aus der Entfernung wird der Befehl wiederholt. Reagiert Bully immer noch nicht, geht man langsam weiter, behält den Hund aber im Auge. Da die Französische Bulldogge ihren Menschen über alles liebt, wird sie ihm bald nachrennen, denn sie möchte ihn nicht verlieren. Es wird unter Umständen eine gewisse Zeit dauern, bis die Übung funktioniert. Wenn sie einmal sitzt, kann mit verschiedenen Ablenkungen begonnen werden. Nichts sollte für Bully wichtiger sein, als der Befehl seines Herrn.

Im Handel werden verschiedene Klickeranleitungen angeboten
Im Handel werden verschiedene Klickeranleitungen angeboten (Foto: Amazon) Zum Buch bei Amazon

Eine Erleichterung bei der Erziehung der Französischen Bulldogge bietet das Training mit dem Klicker oder Knackfrosch. Die Arbeit mit diesem kleinen Gerät fordert den Hund körperlich und geistig. Wer sich für diese Art der Hundeerziehung entscheidet, kann im Handel ein Trainingspaket in Form von Trainingskarten mit 36 verschiedenen Übungen erwerben und dann nach den Vorgaben mit seiner Bulldogge üben.

Die Unsitten bei der Französischen Bulldogge

Bereits im Welpenalter kann der Bully sogenannte Unsitten entwickeln. Er knurrt den Besuch an, springt fremde Menschen an, zerbeißt Schuhe oder stellt andere Dinge an, die sein Herr unbedingt vermeiden möchte. Bei solch einem rüpelhaften Verhalten muss sofort die Notbremse gezogen werden, bevor sich diese ungeliebten Eigenschaften festsetzen. Hier heißt es konsequent die Grenzen für den Hund aufzeigen. Ein scharf ausgesprochenes “Aus”, kombiniert mit einem kurzen Schütteln im Nackenfell signalisieren der Bulldogge, hier bist du zu weit gegangen. Niemals jedoch sollte der Bully geschlagen werden. Das gegenseitige Vertrauen zwischen Hund und Herr wäre sofort zerstört.

Auch wenn es lustig aussieht: Solche Unarten muss man dem Bully konsequent aberziehen
Auch wenn es lustig aussieht: Solche Unarten muss man dem Bully konsequent aberziehen

Viele Hunde, so auch die Französische Bulldogge, zeigen ihre Freude gern durch Anspringen. Zu Hause ist diese Unsitte vielleicht nicht so schlimm, aber wenn Besuch kommt oder im Park fremde Menschen angesprungen werden, ist diese Reaktion des Hundes unerwünscht. Also muss sie ihm von vorn herein konsequent abgewöhnt werden. Springt der Hund, ertönt ein scharfes “Aus” und man kann ihn mit leicht angezogenem Knie zur Seite schieben. Auch für diese Lektion ist Geduld und Ausdauer notwendig.

Französische Bulldogge alleine lassen

Die Französische Bulldogge ist ein Hund, der seinen Menschen liebt, ihm vertraut und sich ohne ihn vollkommen verloren vorkommt. Das ist der Grund, warum Bullys nicht gern allein, ohne ihr Rudel zu Hause bleiben. Trotzdem ist es erforderlich, dass er bereits als Welpe lernt, für eine gewisse Zeit ohne seinen Menschen auszukommen. Ein Hund kann nun einmal nicht überall mit hingenommen werden.

In ganz kleinen Schritten muss der Bully lernen, allein in der Wohnung zu sein. Am besten beginnt man damit, dass man das Zimmer für kurze Zeit verlässt und die Tür hinter sich schließt. Fängt der Kleine zu jaulen an, betritt man den Raum wieder und tröstet mit vielen Streicheleinheiten. Nach und nach wird der Zeitraum des Alleinseins erweitert. Wenn der Bully sich sicher ist, dass sein Herr wieder zurück kommt und er mit viel Liebe belohnt wird, wird er ergeben warten.

Die Französische Bulldogge und das Beißen

Bulldoggenwelpen beißen genau wie andere Hundewelpen oft und gern. Gleichgültig, ob es sich dabei um ein Spielzeug oder die Hand des Herrchens handelt, sie beißt einfach schwanzwedelnd zu. Hierbei handelt es sich nicht um ein aggressives Verhalten. Der kleine Bully versucht damit seine Aufregung oder seine Freude abzubauen oder er versucht so, seinen Menschen zum Spielen zu animieren.

Spätestens wenn der Hund erwachsen ist, ist dieses Verhalten nicht mehr lustig, denn die Bulldogge hat nur mehr Kraft und beißt auch kräftiger zu. Daher muss solch einem Beißverlangen früh Einhalt geboten werden, indem man eine Beißhemmung beim Hund aufbaut. Der Bully soll lernen, dass er zwar die Hand einer Person ins Maul nehmen darf, aber nicht fest zubeißt. Da das Beißen ein natürliches Verhalten des Hundes ist, ist es sehr schwierig, dieses komplett zu unterbinden.

Kauspielzeug befriedigt den Beißdrang von Hunden
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Soll das spielerische Beißen abgewöhnt oder zumindest eingeschränkt werden, darf unter keinen Umständen Gewalt angewendet werden. Ab einem Alter von etwa sechs Wochen kann beim Welpen mit der entsprechenden Erziehung begonnen werden. Beißt er zu, ertönt ein energisches “Nein” oder auch ein lauter Schmerzensschrei. Der kleine Bully erschreckt sich und weiß dann, sein Verhalten war falsch. Hat er begriffen, dass er seinem Menschen Schmerzen zugefügt hat, wird er die Bissstelle anschließend beschnüffeln oder ablecken. Jetzt darf ein großes Lob natürlich nicht fehlen.

Da das Beißen ein natürliches Verhalten beim Hund darstellt, kann man ihm Alternativen für sein Bedürfnis anbieten. Dafür eignet sich jede Art von Spielzeug, auf dem der Welpe herumkauen kann. Besonders beliebt sind die Quietschtiere. Generell sollten überall in der Wohnung verschiedene Spielzeuge für den Welpen, aber auch für den erwachsenen Hund herumliegen. So kann Bully sich immer eine Beschäftigung aussuchen, wenn sein Mensch einmal keine Zeit für ihn hat. Auch Schuhe, Möbel und andere Dinge bleiben so von Beißattacken verschont.